Gefechtstote
Vor der Einnahme Srebrenicas durch die bosnisch-serbische Armee verliess eine Kolonne Tausender moslemischer Soldaten die Stadt. Begleitet wurden diese Kämpfer von grösstenteils männlichen Zivilisten, ein Teil davon ebenfalls unter Waffen. Schätzungen über die Grösse dieser Kolonne reichen von 8000 bis über 10'000.
Hakija Meholíć, damaliger bosnisch-moslemischer Polizeichef der Stadt, erzählte in einem Interview mit der bosnischen Zeitung Dani (Ausgabe vom 22. 06. 1998), dass Srebrenica bewusst aufgegeben wurde. Der früherer moslemische Präsident Bosniens, Alija Izetbegović, habe ihm bereits vor dem Fall Srebrenicas den Vorschlag gemacht, dass man die Stadt gegen einen serbischen Vorort Sarajevos (Vogošća) eintauschen solle. Das passt auch zu den serbischen Angaben, dass man die Stadt nie hätte militärisch einnehmen können, da der serbischen Armee in der Region viel zu wenige Soldaten zur Verfügung standen. So waren dann tatsächlich auch nur wenige hundert serbische Soldaten involviert, als man in die Stadt vordrang. Wäre nicht die komplette moslemische Armee vor der Einnahme abgezogen worden, so wäre eine Einnahme durch die Serben unmöglich gewesen.
Die Kolonne der Tausenden moslemischen Kämpfer und männlichen Zivilisten wollte sich von Srebrenica in die moslemisch kontrollierte Stadt Tuzla durchschlagen, was dem grössten Teil auch gelang. Während des ca. 70 Kilometer-Marsches, der mindestens eine Woche dauerte, stiessen die moslemischen Kämpfer jedoch an mehreren Stellen auf Einheiten der serbischen Armee, was zu erbitterten Gefechten führte. Die Serben beziffern ihre Verluste auf bis zu 500 Mann, während man aufgrund diverser Angaben davon ausgehen kann, dass die moslemische Seite ca. 2000 Gefechtstote zu beklagen hatte. So bestätigte z.B. Der moslemische Kommandant Nesib Burić in einem Interview mit Dani diese 2000 Gefechtstoten (Ausgabe vom 18.01.1999). Wie schon Hakija Meholić, so ist auch Burić der Meinung, dass Srebrenica auf die Initiative der damaligen moslemischen Regierung geräumt und aufgegeben wurde, was zusätzlich die Lüge widerlegt, die Serben hätten Srebrenica „überrannt“, was ja die meisten Massenmedien bis heute behaupten. Nachfolgend ein Auszug aus Burić's Interview mit Dani:
In meinem Bataillon starben 280 von 320 Soldaten während des Krieges. Wofür kämpften wir? Ich weiß, dass sie jetzt versuchen, die Menschen von Srebrenica zu demütigen und das Gerücht zu verbreiten, dass wir angeblich nicht kämpften, sondern dass wir getötet wurden, als wir aus Srebrenica davonrannten. Niemand kann leugnen, dass es in der Gemeinde von Srebrenica 2 000 begrabene Kämpfer gibt. Niemand kann leugnen, dass wir ein großes, freies Territorium eingerichtet haben. Allerdings hätten wir ohne die Unterstützung von außen der Umzingelung durch den Feind nicht so lange Widerstand leisten können. Sie können schreiben, dass ich Hakija Meholjićs Aussage, wir seien verraten worden, absolut unterstütze.
Der US-amerikanische Journalist Jared Israel äusserte sich in einem Bericht der Zeitung The Daily Telegraph (Ausgabe vom 20. 07. 2000) zum gleichen Thema:
Als die Serben Srebrenica einnahmen, versuchten die Terroristen, durch den Wald zu flüchten, um das von Islamisten dominierte Tuzla zu erreichen. Feuergefechte wüteten die ganze Nacht. 2 000 Terroristen wurden getötet. Später verbreiteten Politiker und westliche Medien die Lüge, bis zu 8000 wehrlose Kriegsgefangene seien hingerichtet worden, aber die Beweislage ist erdrückend, dass sie im Gefecht gestorben sind – oder flüchteten.
René Gremaux und Abe de Vries schrieben über die Gefechte (aus De Groene Amsterdammer vom 13. 03. 1996):
In der Gegend von Konjević Polje versuchte eine lange Kolonne von Moslems (Soldaten, Milizen, bewaffnete und unbewaffnete Zivilisten), nach Tuzla auszubrechen, und sie unternahmen am 12. und 13. Juli 1995 den Versuch, die strategisch wichtige Straße, die Pale mit Belgrad verbindet, via Zvornik zu überqueren. Trotz eines serbischen Hinterhalts war die Operation ein großer Erfolg, wie General Rasim Delić, Oberbefehlshaber der Bosnischen (Islamischen) Armee, später dem Parlament in Sarajevo erzählte.
In dem gleichen Bericht beschreiben René Gremaux und Abe de Vries, wie diverse Medien solche Gefechte ungeniert in eine Massakerstory umlogen:
Der serbische Kameramann und Journalist Zoran Petrović Piroćanac ist wütend. Er erwägt rechtliche Maßnahmen, nach- dem seine Arbeit jetzt als ein Beweisstück für einen Massenmord angesehen wird. Das deutsche Wochenmagazin Stern setzt in der Ausgabe vom 16. November 1995 den folgenden Kommentar unter ein Foto aus seinem Videoband: „Sekunden vor dem Mord: Bewaffnete Serben halten eine Gruppe von Muslimen in der Nähe von Konjević Polje. Ein serbischer Kameramann filmte die Szene bis die ersten Salven abgefeuert wurden.“ Aber Petrović sagt, er habe viel Zeit am Tatort verbracht, bevor und nachdem er gefilmt hatte. Und – er habe kein Verbrechen bemerkt. Und außerdem erkennt er die Worte, welche ihm Frank Westerman und Harm van den Berg von der holländischen Tageszeitung NRC Handelsblad in den Mund gelegt haben, nicht: „Unsere Truppen metzelten zweitausend Moslems nieder.“ Laut Petrovíć wurden die Moslems nicht massakriert, auch wenn viele starben.
Bezeichnenderweise gehen die westlichen Massenmedien bis heute mit keine Wort auf diese Gefechtstoten ein, von der bosnisch-moslemischen Regierung und anderen moslemischen Institutionen ganz zu schweigen.
In diesem Zusammenhang seien die Ergebnisse der Ausgrabungen von Dean Manning, einem Ermittler des sogenannten Jugoslawientribunals in Den Haag, erwähnt. Manning und sein Team suchten in einem weiten Radius um Srebrenica nach Gräbern. In seinem am 16. 05. 2000 erschienenen Bericht Summary of Forensic Evidence – Execution Points and Mass Graves hielt er fest, dass knapp etwas über 2000 Tote gefunden wurden. Damit wollte die Anklage in Den Haag wohl beweisen, dass man – nach jahrelanger erfolgloser Suche - wenigstens 2000 der propagierten 7000 – 8000 Erschiessungsopfer gefunden hatte. Interessanterweise passt die Zahl der gefundenen Toten exakt zur Zahl der Gefechtstoten. So gesehen fehlen der Haager Anklage eigentlich alle der angeblichen 7000 – 8000 Toten, da ein Gefechtstoter nicht gleichzeitig ein Exekutionsopfer sein kann.
Später versuchten vor allem moslemische Institutionen, aber auch die Ankläger in Den Haag, Tote aus anderen Teilen Bosniens, die z.T. Lange vor dem Fall Srebrenicas umgekommen sind, der „Massakerbilanz“ von Srebrenica zuzuschreiben, um vom Dilemma der fehlenden Toten abzulenken. Das passierte z.B. Mit den Toten aus Crni Vrh, einer Gegend, in der vor allem im Jahr 1993 heftige Kämpfe tobten. Das gleiche geschah mit in Konjevic Polje und in der Umgebung von Han Pijesak gefundenen Gefechtstoten, in diesem Fall hauptsächlich islamische Söldner aus dem Ausland, worüber die Junge Welt in der Ausgabe vom 11. 07. 2005 berichtete.